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Evangelische Fachhochschule RWL

2008-2015 Bochum

Projektbeschreibung
An der Evangelischen Fachhochschule Rheinland-Westfalen-Lippe in Bochum sind innerhalb von drei Jahren mehrere Modernisierungsmaßnahmen zur Erweiterung der Räumlichkeiten und Verbesserung der Studienqualität durchgeführt worden. Der Anbau des 4-geschossigen Neubaus entstand in Verlängerung zum bestehenden Seminarflügel und entlastete die damals vorherrschende kritische Raumsituation mit zusätzlichen Seminar- und Professorenräume. Im gleichen Zug wurde die Bibliothek umgebaut und um einen zusätzlichen multimedialen PC-Pool ergänzt. Die Raumqualität von ein unter dem Auditorium gelegenem Studioraum und der dringend sanierungsbedürftigen Hochschulverwaltung wurde maßgeblich gesteigert. Mit der Sanierung und Aufstockung des Dozentengebäudes um ein Geschoss, für zusätzliche Büro- und Konferenzräume, sowie dem Anbau eines behindertengerechten Aufzuges wird die Sanierungsmaßnahme am Hochschulkomplex abgerundet.

Andachtsraum als prägnantes Element
In Anlehnung an die vorherrschende Ziegelfassade der Fachhochschule, erhielten das neue Seminargebäude und das Dozentengebäude ein Wärmedämmverbundsystem mit Klinkerriemchen. Der Übergang zum Altbau wurde bei der Erweiterung mit einer durchlaufenden Glasfuge hergestellt, wobei diese auf der Nordseite in einen Andachtsraum endet. Dieser “Raum der Stille” gibt den Studierenden unabhängig ihrer Kultur und Religion die Möglichkeit zur Ausübung ihrer religiösen Bedürfnisse und akzentuiert damit die Schnittstelle der beiden Gebäudeteile.

Raumqualität
Für ein moderneres Auftreten der Hochschulbibliothek erfolgte der Umbau des Eingangsbereiches für eine erweiterte Zutrittsmöglichkeit über eine elektronische Bücherrückgabe außerhalb der Öffnungszeiten. Im gleichen Zuge wurden zwei angrenzende Balkone in Besprechungräume ausgebaut. Aus einem im Kellergeschoss liegendem Studioraum entwickelte sich durch den Einbau einer Bühne und neuer Studiotechnik ein adäquates Kleintheater.

Energieeinsparung
Für eine energetische Sanierung der Hochschulverwaltung war es höchste Zeit. Innerhalb von 3 Monaten wurde mit der Optimierung der Gebäudehülle durch die Verbesserung des Schall- und Wärmeschutzes und dem Einbau einer Lüftungsanlage für eine kontrollierte Nachtlüftung in den Sommermonaten den Anforderungen der neuen Energieeinsparverordnung nachgekommen.

Einhaltung der Kosten
Die gesamte Modernisierung der Fachhochschule hat bei laufendem Betrieb unter Berücksichtigung der Prüfungszeiten sowie des Semesterbeginns stattgefunden. Eine pünktliche Übergabe an den Bauherrn konnte aber trotz eines engen Zeitplanes pünktlich erfolgen. Die Kostenkontrolle begleitete die Baumaßnahme von Anfang an. Mit einem ständigen Abgleich der bestehenden Kosten, einem zielführenden Bauprojektmanagement und einer konsequenten Kontrolle der Handwerksarbeiten auf der Baustelle gelang eine Einhaltung der geplanten Kosten.
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