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Sparkasse Bochum

2015 Bochum

Das in den 1960er Jahren in
Stahlskelettbauweise errichtete Gebäude,
entworfen vom Bochumer Architekten P. G. Wieschemann entsprach in seiner Funktion und Nutzung nicht mehr den heutigen Anforde-rungen für den Betrieb einer Sparkassenfiliale.
Die Baukonstruktion zeigte starke Abnutzungs-erscheinungen, die Haustechnik, teilweise noch aus den 60er Jahren war in weiten Teilen
erneuerungsbedürftig.

Da die Filiale während der Umbaumaßnahme
nicht geschlossen werden sollte,
wurde auf dem benachbartem Grundstück eine
provisorische Geschäftsstelle errichtet.
In einem ersten Schritt wurde das Gebäude im Erdgeschoss bis auf die Stahlstützen
zurückgebaut und eine Schadstoffsanierung
durchgeführt.

Ziel war es eine helle, freundliche und
einladende Sparkassenfiliale zu errichten,
die Kunden in ihren finanziellen Belangen noch besser ungestört berät und gleichzeitig einer modernen Architektursprache nachkommt.
Die Hülle besteht aus einer Vorhangfassade aus anthrazitfarbenen Trespa-Platten.
Zum Eingang öffnet sich die Filiale mit
großzügigen raumhohen Fensterflächen,
die dem Innenraum mit Licht durchfluten und dadurch dem Innenraum eine angenehme
Atmosphäre verleihen.
Durch die helle und transparente Fassade wirkt die gesamte Filiale einladend und schottet sich nicht von der Umgebung ab.

Ein unter zwei großen Glassheddächern
befindlicher zentraler Servicebereich begrüßt
die Kunden nachdem sie den Windfang mit
Geldautomaten und Kontoauszugsdruckern
passieren und die großzügige 200
Quadratmeter Kassenhalle betreten.
Auffällig sind die fünf neu angelegten
Beraterplätze, die durch raumhohe Glaswände getrennt sind.
Die Transparenz im Innenraum wird dadurch erhalten, eine ungestörte Beratung von den Kunden aber gewährleistet. Für vertrauliche Gespräche bietet ein zweischalig verglaster mit innenliegender Jalousie ausgerüsteter
Besprechungsraum Platz,
der bei Bedarf verdunkelt werden kann.
Somit entsteht eine abgestufte Privatheit und Vertraulichkeit über die offene Gestaltung der einzelnen Beraterplätze bis hin zur separaten Einzelberatung.

Die auffälligste Veränderung im Außenbereich stellt die Verlegung des Eingangs, mit einer davor geschalteten in Glas und Sichtbeton angefertigte Treppen- und Rampenanlage dar. Zusätzlich wird der Zugang zur Sparkasse aufgewertet durch die schlicht gehaltenen Glasbrüstungen auf Sichtbetonelementen und das große weiße Sparkassensymbol im roten Vordach die zusätzlich bei Dunkelheit beleuchtet sind.
Speziell nach den Anforderungen für
Kinderwagen und Rollstuhlfahrern ist die
Eingangsanlage durch sein sehr geringes
Rampengefälle und den per Tastendruck zu
öffnenden Eingangstüren komplett barrierefrei gestaltet.

Das bestehende Flachdach wurde zu einem nicht sichtbaren Pultdach umgebaut, so dass die marode innenliegende Entwässerung durch eine vorgehängte Rinne auf der Rückseite des Gebäudes ersetzt werden konnte. Alle Ver- und Entsorgungsleitungen wurden in diesem Zuge erneuert. Für ein angenehmes Klima sorgen eine auf das Energiekonzept abgestimmte neu installierte Lüftungs- und Kälteanlage.
Die Energieversorgung erfolgt über eine
Gasbrennwerttherme.
Bei der Baumaßnahme legte die Sparkasse
Bochum großen Wert ihre Verantwortung
gegenüber der Region Bochum zu zeigen,
indem Sie mit der Bauausführung eingesetzten Baufirmen und Handwerker aus der direkten Umgebung beauftragte.
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